Waldfunktionen

Tobelwälder

Festsetzung des gerinnerelevanten Schutzwaldes

Ein gut gepflegter Tobelwald hilft mit, die Hänge zu stabilisieren. Quelle: Swen Walker

Übersicht zu den Gefahrenprozessen und zur Waldwirkung in Gerinnenähe. Quelle: Fachstelle für Gebirgswaldpflege, Maienfeld

 

Tobelwälder müssen so gepflegt werden, dass ihre Schutzwirkung erhalten bleibt. Pflegemassnahmen wären oft dringend nötig, sind aber nicht kostendeckend. Neu können dafür Beiträge von Bund und Kanton ausbezahlt werden.

Im Jahr 2015 wurden die Tobelwälder durch die Abteilung Wald in Zusammenarbeit mit den örtlichen Revierförstern und dem Bundesamt für Umwelt ausgeschieden. Die Gemeinden mit Tobelwälder wurden bis Mitte 2016 im Rahmen einer Vernehmlassung angehört. Die Gemeinden haben mehrheitlich eine positive Stellungnahme abgegeben.

Mit der Festsetzung soll der Schutzwald für den Kanton und die Gemeinden definitiv verbindlich werden. Die Waldeigentümer haben im festgesetzten Schutzwald Anspruch auf Bundes- und Kantonsbeiträge sowie auf die Übernahme der Restkosten durch die Gemeinde. Die Information der einzelnen betroffenen Waldeigentümer ist bei der Planung konkreter Massnahmen vorgesehen. Die Schutzwaldpflege soll im Einvernehmen mit den Gemeinden und den Waldeigentümern erfolgen.

Insgesamt sind im Kanton Zürich 6'156 Hektar Wald bzw. zwölf Prozent der Waldfläche als Tobelwälder ausgeschieden worden. Zusammen mit dem bereits festgesetzten Schutzwald (Schutzwald gravitative Naturgefahren, 1'310 ha, 3 %) ergibt dies im Kanton Zürich nun 7'466 Hektar Schutzwald. Dies entspricht rund 15 Prozent der Gesamtwaldfläche. Die Tobelwälder befinden sich zu grossen Teilen im Zürcher Oberland, entlang der Albiskette sowie am Pfannenstil.