neue Anlage in Bülach

Jagdschiessanlage Widstud

Die bestehenden Jagdschiessanlagen (JSA) in Embrach und Meilen genügen den heutigen Umweltanforderungen nicht mehr. Drum hat der Kanton Zürich entschieden, eine neue, umweltverträgliche Anlage zu schaffen. Nach einer sorgfältigen Evaluation wurde mit der Kiesgrube Widstud in der Gemeinde Bülach ein ideales Areal gefunden.

Der Standort Widstud erfüllt alle Anforderungen an eine moderne, umweltfreundliche JSA. Er liegt abseits grosser Wohngebiete und ist dennoch gut erschlossen. Rund die Hälfte des Schiessbetriebes erfolgt im Innern der Anlage und die Schiessanlagen werden in die Kiesgrube abgesenkt, sodass den Lärmschutzanforderungen umfassend Rechnung getragen wird. Zudem soll die neue JSA den gesamten Bedarf an jagdlicher Schiesskapazität im Kanton Zürich abdecken, womit sie die heute bestehenden Anlagen ersetzen könnte. Die neue Anlage soll durch Private, wenn möglich unter Einbezug der kantonalen Zürcher Jägerschaft, realisiert und betrieben werden.

Der Kantonsrat Zürich hat die Vorteile der Kiesgrube Widstud erkannt und den Standort im kantonalen Richtplan eingetragen. Darauf basierend hat die Baudirektion einen Gestaltungsplan erarbeitet und im Mai 2015 festgesetzt. Allerdings verzögert sich die Inbetriebnahme der neuen Anlage aufgrund eines jahrelangen Rechtsverfahrens, das von der Beschwerde führenden Partei über alle Instanzen bis ans Bundesgericht weitergezogen wurde. Das Bundesgericht entschied im August 2018, nicht auf die Beschwerde gegen den Gestaltungsplan für die neue Anlage in Bülach einzutreten. Entsprechend hat die Baudirektion den Gestaltungsplan überarbeitet und redimensioniert, wie ursprünglich vom Baurekursgericht gefordert. Die vorgenommenen Änderungen im revidierten Gestaltungsplan gehen teilweise deutlich über die von den Gerichten verlangten Reduktionen und Optimierungen hinaus. Der revidierte Gestaltungsplan ist seit März 2019 rechtskräftig.

Die Planungsarbeiten für die neue Anlage kommen zügig voran. Das Baugesuch für die neue Jagdschiessanlage ist eingereicht. Durchläuft es das Baubewilligungsverfahren ohne wesentliche Änderungen, können die Bauarbeiten im Winter 2020/2021 starten. Finanziert und gebaut wird die Anlage durch eine Immobiliengesellschaft, die Eigentümerin der Anlage bleibt. Diese vermietet die Anlage langfristig an die Widstud-Betriebsgesellschaft AG.