Themen

Versauerte Waldböden

Zurück zur Übersicht

Situation
Im Wald bewirken Luftschadstoffe wie Ammoniak und Stickoxide – zusätzlich zu den natürlichen Einträgen – eine stärkere Versauerung der Böden. Bereits stark versauerte Böden sind davon speziell betroffen. In den Überwachungsperioden 1995 bis 1999 und 2000 bis 2004 betrug der Anteil der stark sauren Standorte 37%. Der Anteil der sehr stark sauren Standorte nahm in dieser Zeit von 6% auf 18% beträchtlich zu.

Folge
Mit zunehmendem Säuregehalt verarmt der Boden an Nährstoffen und überproportional hohe Mengen an Schwermetallen und Aluminium (aus der Zersetzung von Tonmineralien) werden freigesetzt. Aluminium hemmt das Wurzelwachstum der Bäume. Schwermetalle werden zum Teil ausgewaschen und können ins Grundwasser gelangen.
Damit ist die Fruchtbarkeit der Waldböden langfristig nicht mehr gewährleistet und die Qualität des Grundwassers bedroht. Zudem zeigte der Sturm «Lothar», dass der Wald auf stark sauren Standorten anfälliger ist auf Windwurf und überdurchschnittlich stark von Sturmschäden betroffen wird.

Fazit
Da durch Stickstoffemissionen aus Landwirtschaft und Verkehr immer noch zu viel Säure in den Waldboden gelangt, dürfte die Bodenversauerung weiterhin zunehmen – flächenmässig und was den Versauerungsgrad anbelangt. Künftig ist folglich mit zunehmend vermindertem Wachstum der Bäume und vermehrtem Schadstoffübertritt ins Grundwasser zu rechnen.
Starke Stürme werden voraussichtlich zusätzliche Kahlschläge und Folgeprobleme wie beim Sturm «Lothar» (Borkenkäfer, Fichtenquirlschildlaus) verursachen.

Zurück zur Übersicht