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Golfanlagen

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Problem

Eine 18-Loch Golfanlage beansprucht ungefähr 50 - 80 Hektaren Land. Dies entspricht der Fläche von zwei bis drei Landwirtschaftsbetrieben. Neue Golfanlagen stellen somit eine zusätzliche Nutzung in einer ohnehin stark beanspruchten Landschaft dar. Konflikte mit anderen Interessen wie der Landwirtschaft, der Forstwirtschaft (Walderhaltung), des Landschafts-, Boden- und Naturschutzes sind daher fast unvermeidbar. Grundsätzlich sind die Eingriffe in die natürlichen Ressourcen auf das zwingend Notwendige zu beschränken.
Der Bau einer Golfanlage ist mit Grossbaustellen wie Kiesabbau, Gasleitungs- und Autobahnbau vergleichbar und hat aus Sicht des Bodenschutzes die gleichen Anforderungen zu erfüllen.

Ziel des Bodenschutzes beim Bau von Golfanlagen

  • Erhaltung von natürlich gewachsenem Boden (Quantität) und seinen standorttypischen Bodeneigenschaften bzw. für seinen Standort typische Bodenfruchtbarkeit im Sinne Art.2 Abs.1 VBBo (Qualität), das heisst: Reduktion der durch Bauarbeiten tangierten Flächen und Bodenbewegungen auf das für den Betrieb der Golfanlage absolut zwingende Minimum und Konzentration auf bereits durch menschliche Eingriffe gestörte Böden
  • Vermeidung von mechanischen Belastungen beim Bau d.h. möglichst bodenschonende Ausführung der Erdbewegungen.
  • Wiederherstellung funktionsfähiger Böden an Orten mit temporärer Bodenbeanspruchung: Regelungsfunktion (filtern, puffern, speichern) u.a. im Hinblick auf die Grundwasserneubildung, Lebensraumfunktion (für Mikroorganismen, Pflanzen, Tiere und Mensch), Produktionsfunktion im Hinblick auf die Erhaltung der Fruchtfolgeflächen (Ressourcenerhalt).
  • Damit die Bodenschutzauflagen in der Praxis auch umgesetzt werden können, wird wie bei andern Grossbaustellen eine bodenkundliche Baubegleitung verlangt. Bodenschutz ist auch im Interesse der Bauherrschaft, weil für die Golfnutzung ein intakter Boden keine teuren Be- und Entwässerungsanlagen benötigt.
  • Vermeidung der Verschleppung von stofflichen Belastungen (v.a. durch Bodenverschiebungen) sowohl innerhalb des Projektgebietes als auch aus dem Projektgebiet heraus.

Eine Vollzugshilfe für den Bau aller Arten von Golfanlagen - inklusive deren Erneuerung und Erweiterung.

 

Die Richtlinien regeln die fachliche und technische Durchführung von Bodenrekultivierungen.

 

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