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Humusgehalt

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Bedeutung und Entwicklung des Humusgehaltes in Böden

Einfluss von Standort, Bewirtschaftung und Klimawandel

Böden sind wichtige Kohlenstoffspeicher:
Die land- und forstwirtschaftlichen Böden des Kantons Zürich speichern in Form von Humus rund 17 Millionen Tonnen Kohlenstoff (Schätzung aufgrund der Angaben zu Fläche und Kohlenstoffvorrat von Mineralböden). Wenn Humus abgebaut wird, schliesst sich der Kreislauf des Kohlenstoffs, indem Kohlendioxid (CO2) in die Atmosphäre zurückkehrt.

Klimawandel:
Die Wissenschaft sagt voraus, dass sich das Klima in der Schweiz in den kommenden weiter verändert. Die Temperaturen steigen im Jahresmittel und somit wird die Kultivierungszeit für Pflanzen länger. Zudem könnte die Jahresniederschlagsmenge abnehmen. Da Trockenheitsperioden, aber auch intensive Niederschläge häufiger werden, nehmen Naturereignisse wie Hochwasser und Murgänge voraussichtlich zu.

Auswirkungen auf den Kohlenstoffkreislauf:
Dieser Klimawandel könnte ausserdem bewirken, dass Humus beschleunigt abgebaut wird. Trockengelegte organische Böden werden sowieso relativ schnell abgebaut (Sauerstoffzufuhr! Siehe Bild rechts: Dohlendeckel war vor wenigen Jahrzehnten ebenerdig!)
Der resultierende Humusverlust vermindert einerseits Fruchtbarkeit und Filterwirkung des Bodens und erhöht andererseits den Ausstoss des Treibhausgases CO2 . Humusverlust kann auch durch Erosion von Böden auftreten.
Der Klimawandel wirkt sich deshalb nur zum Teil günstig auf die Landwirtschaft aus.

Der Humusgehalt muss im Auge behalten werden:
Aus diesen Gründen muss die Entwicklung des Humusgehaltes verfolgt werden um gegebenenfalls rechtzeitig Gegensteuer geben zu können. Als ersten Schritt in diese Richtung wird der Humusgehalt von Standorten der Kantonalen Dauerüberwachung erhoben (Abb. 1).

Mittlere Humusgehalte von Standorten der Kantonalen Bodendauerüberwachung (g/kg)

Abb. 1: Mittlere Humusgehalte von Standorten der Kantonalen Bodendauerüberwachung (g/kg)
Probenahme: 1995-1999; mittlere Gehalte: Mediane folgender Standorttypen: Acker (n=240), Dauergrünland (n=88) und Wald (n=186). Bestimmung durch trockene Veraschung bei 450°C.

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