Nutzungsplanung

Die natürliche Lebensgrundlage Boden muss haushälterisch genutzt und mit geeigneten Massnahmen geschützt werden.

Der kantonale Richtplan bildet das zentrale Instrument zur Steuerung der nachhaltigen räumlichen Entwicklung des Lebensraums und somit auch des Bodens. Besonderen Schutz geniessen natürlich gewachsene Böden und hochwertige Landwirtschaftsböden (Fruchtfolgeflächen) ausserhalb des Siedlungsgebiets.

Berichterstattung nach Artikel 47 Raumplanungsverordnung

Bei der dem Richtplan nachgelagerten Nutzungsplanung ist u.a. Bericht darüber zu erstatten, wie die Nutzungspläne die Ziele und Grundsätze der Raumplanung (Art. 1 und 3 RPG), die Sachpläne des Bundes und den Richtplan berücksichtigen und den Anforderungen des Umweltrechts Rechnung tragen. Demnach

  • ist Boden haushälterisch zu nutzen
  • ist die Lebensgrundlage Boden zu schützen, insbesondere natürlich gewachsene Böden, und die Fruchtbarkeit des Bodens vorsorglich und langfristig zu erhalten
  • sollen Fruchtfolgeflächen in ihrem Gesamtumfang dauernd erhalten bleiben und nur bei Vorliegen eines überwiegenden öffentlichen Interesses und grundsätzlich nur unter gleichwertiger Kompensation in Anspruchgenommen werden können.

Resultierende Planungsgrundsätze

  • Bauliche Eingriffe in Böden minimieren
  • bauliche Nutzungen auf Flächen ohne Böden und auf Flächen mit anthropogenen Böden. Natürlich gewachsene Böden erhalten
  • Fruchtfolgeflächen erhalten, unvermeidbare Verluste gleichwertig kompensieren
  • Prüfung von Alternativen und Varianten bei Zielkonflikten und die Bewertung/Abwägung der Interessen.

Berichterstattung nach Artikel 47 RPV für Nutzungsplanänderungen ausserhalb des im kantonalen Richtplan festgelegten Siedlungsgebiets

Relevante Nutzugsplanänderungen: Schaffung von Bau-, Erholungs- und Freihaltezonen sowie Gestaltungspläne.

Relevante Sachverhalte der Berichterstattung, Angaben mit Planbezug und Flächenangaben (m2) separat für jede relevante Nutzungsplanänderung:

  • Bodeneigenschaften:
    pflanzennutzbare Gründigkeit und landwirtschaftliche Nutzungseignung
  • Fruchtfolgefläche
  • Anthropogenität der Böden:
    ist der Boden anthropogen, liegen Hinweise vor (Quellenangabe bzw. Begründung)?
  • Belastung mit Schadstoffen:
    ist der Boden belastet, liegen Hinweise vor?
  • Bei Zielkonflikten:
    welche Alternativen undb Varianten wurden geprüft, wie werden die Interessen bewertet?   

GIS-Browser des Kantons Zürich www.maps.zh.ch:

  • Bodenkarte der Landwirtschaftsflächen:
    pflanzennutzbare Gründigkeit
  • Landwirtschaftliche Nutzugseignungskarte: landwirtschaftliche Nutzungseignung
  • Hinweiskarte anthropogene Böden:
    Hinweise auf Anthropogenität
  • Prüfperimeter für Bodenverschiebungen:
    Hinweise auf Schadstoffbelastungen
  • Karte Fruchtfolgeflächen