Regionale Richtplaneinträge für grossflächige landwirtschaftliche Bodenverbesserungen

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Durch die Bautätigkeit «auf der grünen Wiese» fallen im Kanton Zürich jährlich grosse Mengen fruchtbaren Bodenmaterials an, welches nach wie vor mehrheitlich in entfernten Deponien entsorgt wird. Nicht nur ist dieses Material zu einem grossen Teil unbelastet und muss rechtskonform verwertet werden, sondern es stellt eine begrenzte Ressource dar, welche für die Aufwertung von landwirtschaftlich weniger fruchtbaren Böden verwendet werden kann. So können produktive Böden geschaffen und bei Bauvorhaben anfallende Verluste an Fruchtfolgeflächen kompensiert werden.

Grossflächige landwirtschaftliche Bodenverbesserungen erfordern eine raumplanungs-, umwelt- und gewässerschutzrechtliche Koordination. Damit besteht gemäss kantonalem Richtplan eine Planungspflicht. Solche Einträge für eine «Erweiterung der landwirtschaftlichen Nutzungseignung» erfolgen in den regionalen Richtplänen. Bislang bestehen im Kanton Zürich erst zwei solche Einträge.

Kantonale Standortevaluation 2017/2018

Die Baudirektion hat kantonsweit grössere Flächen für die Förderung landwirtschaftlicher Bodenverbesserungen gesucht. Die Suche ergab über den ganzen Kanton verteilt 15 Standorte, welche nach der kantonalen Bewertung einen möglichst grossen agronomischen Nutzen und möglichst geringe Konflikte mit anderen Schutzinteressen aufweisen.

Untenstehend befindet sich der Link zum Bericht mit der Beschreibung des Vorgehens und der Bewertung aller evaluierten Flächen. Bis im Sommer 2018 fanden mit den betroffenen Interessengruppen der 15 eruierten Standorte Gespräche statt. Aufgrund deren Rückmeldung werden im Herbst 2018 für 10 Standorte von der Baudirektion Anträge für regionale Richtplaneinträge bei den Planungsgruppen eingereicht (siehe Liste unten). Für zwei weitere Standorte laufen aktuell noch Abklärungen. Für drei weitere Standorte wird es aufgrund der Rückmeldungen keine oder vorerst keine Antragstellung geben.

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