Pachtrecht (LPG)

Kurzfristige Nutzung durch Dritte (z.B. Anbau einer Zweitkultur im Herbst)

Hat ein Pächter eine Hauptkultur angebaut und erlaubt nun einem Dritten eine Zweitnutzung, so ist das gemäss Kommentar zum landwirtschaftliche Pachtgesetz keine  Vertragsverletzung. Dem Pächter wird aber empfohlen im Interesse eines harmonischen Pachtverhältnisses eine Zustimmung des Verpächters einzuholen. 

Auch beim zeitlich befristeten Tausch im Rahmen einer „Fruchtfolgegemeinschaft“ entsteht kein Pachtverhältnis. 

Das Gesagte gilt nur, wenn Anbau und Ernte der Zweitkultur ebenso sorgfältig gemäss den Grundsätzen von Art. 21a LPG erfolgt wie für die Hauptkultur. Für die Einhaltung dieser Pflichten ist gegenüber dem Verpächter allein der Pächter verantwortlich, der bei einer Beeinträchtigung des Pachtgegenstandes Schadenersatz zu leisten hätte.