Direktzahlungsbeiträge

Landschaftsqualitätsbeitrag (LQB)

Was ist LQB?

Drumlins, Hirzel (Bild: U. Gander)

In der Agrarpolitik 14-17 sind als eine von sieben Beitragskategorien Landschaftsqualitäts-Beiträge (LQB) vorgesehen. Wie in der Vernetzung ist auch in der Landschaftsqualität die Beteiligung an einem regionalen Projekt Voraussetzung, um die Beiträge zu erhalten. Ein Landschaftsqualitätsprojekt dauert jeweils acht Jahre. Die beiden Projekte „Zürcher Oberland“ und „Pfannenstil“ sind 2014 in die Umsetzungsphase gestartet, die Projekte „Zürich Süd“, „Zürcher Unterland“, „Winterthur-Andelfingen“ und „Rafzerfeld“ folgten 2015. Mehr Informationen zu den einzelnen Projekten finden Sie hier: Projekte im Kanton Zürich

Der Bund möchte mit den LQB folgende Ziele erreichen:

  • die Vielfalt der schweizerischen Landschaften
    erhalten und fördern
  • den ortstypischen Charakter einer Landschaft
    pflegen und weiterentwickeln 

Die Landschaft ist Produktionsraum unserer Nahrungsmittel. Sie erfüllt damit eine wichtige Funktion für die sichere Versorgung der Bevölkerung. Mit der Bewirtschaftung der Felder gestalten die Landwirte die Landschaft. Die Landschaftsqualitäts-Projekte (LQP) sind daher ein gutes Mittel, die Landschafts-Arbeit der Bevölkerung näher zu bringen und die gemeinwirtschaftlichen Leistungen der Landwirte mit LQB abzugelten. 

Landschaftsqualitätsbeiträge werden zur Erhaltung, Förderung und Weiterentwicklung vielfältiger Kulturlandschaften ausgerichtet. Diese Beiträge werden auch an juristische Personen mit Sitz in der Schweiz, Kantone und Gemeinden sowie an Bewirtschafter und Bewirtschafterinnen von Sömmerungsgebieten ausbezahlt (auf eigener oder gepachteter Betriebsfläche).

Es werden Projekte unterstützt, die auf regionale, landschaftliche Zielsetzungen ausgerichtet sind. Der Kanton richtet jährlich Beiträge für vertraglich vereinbarte projektspezifische Massnahmen aus, für welche er auch die Beitragshöhen festlegt. 

Die Bedürfnisse der nicht-bäuerlichen Bevölkerung sollen in den LQP Eingang finden. Die meisten Leute bevorzugen eine vielfältige, naturnahe und gut zugängliche Landschaft und erholen sich mit Aktivitäten in der Natur. Die Naherholung soll auch in den von Zersiedlung geprägten Räumen möglich sein.
Mit LQB können diese gezielt aufgewertet werden, beispielsweise mit der Gestaltung des Siedlungs-Übergangs in die offene Landschaft. Unter der Federführung des Amtes für Landschaft und Natur bereitete eine Arbeitsgruppe die Umsetzung im Kanton vor.  Eine Begleitgruppe mit Vertretern des Zürcher Bauernverbandes, der IG Natur und Landwirtschaft, dem Gemeindepräsidentenverband, den Planungsregionen, der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz und einer Naturschutzorganisation haben die Interessen der vertretenen Organisationen in die Arbeitsgruppe des Kantons eingebracht. Mit Rückmeldungen zu Arbeitshilfen und Massnahmen haben sie aktiv den Prozess und die Hilfsmittel mitgestaltet. Dadurch wurde sichergestellt, dass die LQP von den verschiedenen Organisationen unterstützt und mitgetragen werden.