Direktzahlungsbeiträge

Sömmerungsbeitrag

Rinder auf der Alp (Bild: V. Niederberger)

Sömmerungsbeiträge sollen die nachhaltige und flächendeckende Bewirtschaftung von Sömmerungsgebieten (Alpweiden) fördern.

Die Beiträge werden unter der Bedingung gewährt, dass die Betriebe sachgerecht und umweltschonend bewirtschaftet werden.

Beitragsberechtigung

Bewirtschafter oder Bewirtschafterinnen
Beitragsberechtigt sind natürliche und juristische Personen sowie öffentlich-rechtliche Körperschaften mit (Wohn)sitz in der Schweiz, die Flächen zur Sömmerung von Tieren zur Verfügung stellen und den Betrieb auf eigene Rechnung und Gefahr führen → Kantone sind nicht beitragsberechtigt! Art. 10 DZV 
Voraussetzung für die Sömmerung von Tieren ist ein Vertrag zwischem dem Kanton und dem Sömmerungsbetrieb, in welchem der Normalbesatz (Tierbesatz) zur nachhaltigen Nutzung des Sömmerungsgebietes vom Kanton festgesetzt wird. 
Die Bewirtschaftungsanforderungen für die Sömmerung und das Sömmerungsgebiet sind in den Artikeln 26 – 34 der DZV beschrieben.

Tier-Beitragskategorien

ausgehend vom kantonal festgelegten Normalbesatz (Art. 40 DZV)

▶ Schafe (ausgenommen Milchschafe): pro NST*, Beitrag abgestuft nach Weidesystem.

▶ übrige Raufutter verzehrende Nutztiere (mit Ausnahme von Bisons und Hirschen): pro NST*
*NST: Ein Normalstoss entspricht der Sömmerung einer raufutterverzehrenden Grossvieheinheit während 100 Tagen 

Weicht die Bestossung erheblich vom Normalbesatz ab, so wird der Sömmerungsbeitrag entsprechend angepasst (Art. 49 DZV).

Keine Beiträge werden ausgerichtet, wenn die Bestossung den Normalbesatz in NST oder RGVE um mehr als 15%, mindestens aber um zwei NST oder RGVE übersteigt.

Biodiversitätsförderung

Auf Sömmerungsflächen werden seit 2014 zudem Beiträge für die biologische Qualität von artenreichen Grün- und Streueflächen pro Hektare ausgerichtet (Biodiversitätsbeiträge, BFF Qualitätsstufe II). Weitere Informationen finden Sie in folgendem Agridea-Merkblatt zum Download: