Direktzahlungsbeiträge

Qualitätsbeitrag Q1 und Q2

Biodiversitätsförderfläche

Biodiversitätsförderflächen BFF (früher «ökologische Ausgleichsflächen»)

Im Rahmen der Biodiversitätsbeiträge werden für verschiedene Typen von BFF Qualitätsbeiträge der Stufen Q1 und / oder Q2 ausgerichtet. Das Ziel ist, die Biodiversität zu erhalten und zu fördern; die Artenvielfalt, die genetische Vielfalt und die Vielfalt der Lebensräume.

Wenn die untenstehenden Typen von BFF angemeldet werden, befinden sie sich in der Qualitätsstufe 1 (Q1):

Möglich ist auf Grünland: Extensiv genutzte Wiese, wenig intensiv genutzte Wiese, Streuefläche, extensiv genutzte Weiden, Uferwiesen

Möglich ist auf Ackerfläche: Bunt- und Rotationsbrache, Ackerschonstreifen, Saum, Blühstreifen für Bestäuber und andere Nützlinge

Gehölz: Hochstamm-Feldobstbaum, Nussbaum, Kastanien, Hecken Feld und Ufergehölze sowie einheimische, standortgerechte Einzelbäume und Alleen.

Reben: Rebfläche mit natürlicher Artenvielfalt

Sömmerungsgebiet: Die "artenreichen Grün- und Streueflächen" gibt es nur in der Qualitätsstufe 2.

Qualitätsstufe 1 - die wichtigsten Anforderungen

Keine Dünger ausbringen. Ausnahmen mit teilweise beschränkter Düngung: Wenig
intensiv genutzte Wiesen, extensiv genutzte Weiden, Ackerschonstreifen, Rebflächen
mit natürlicher Artenvielfalt, Hochstamm-Bäume und BFF im Sömmerungsgebiet.

Problempflanzen wie Blacken, Ackerkratzdisteln, Jakobskreuzkraut und invasive Neophyten (z.Bsp. Goldruten, Berufkraut, Sommerflieder) sind zu bekämpfen. Insbesondere
ist deren Ausbreitung zu verhindern.

Keine Pflanzenschutzmittel (PSM). Ausnahme: Wenn mechanische Bekämpfung nicht möglich ist, dürfen Einzelstock- oder Nesterbehandlungen von Problempflanzen gemacht werden. Bei Rebflächen mit natürlicher Artenvielfalt sind PSM beschränkt einsetzbar.
Bei Hochstamm-Bäumen ist der Einsatz von PSM erlaubt und auf Streueflächen ist er gänzlich verboten.

Die Schnittzeitpunkte sind einzuhalten und das Schnittgut ist abzuführen mit Ausnahmen der Ackersäume, Bunt- und Rotationsbrachen, sowie Rebflächen mit natürlicher Artenvielfalt.

▶ Das Mulchen und der Einsatz von Steinbrechmaschinen sind verboten. Ausnahmen: Auf BFF,
auf denen das Schnittgut nicht abgeführt werden muss, ist das Mulchen zulässig.

▶ Nur Saatmischungen verwenden, die vom BLW empfohlen werden. Bei Wiesen, Weiden und Streueflächen sind lokale Heugras- oder Heudruschsaaten vorzuziehen. 

Die vollständigen Anforderungen sind in der DZV im Art. 58 und im Anhang 4 aufgeführt.

Qualitätsstufe 2 – die wichtigsten Anforderungen

Alle BFF-Typen (ausser der Uferwiese, die BFF auf Ackerflächen und die standortgerechten Einzelbäume) können an der Strukturdatenerhebung für die Qualitätsstufe 2 (Q2) angemeldet werden. Voraussetzung ist, dass die Anforderungen an die Qualitätsstufe 1 erfüllt sind und kein Mähaufbereiter eingesetzt wird.

Nach der Anmeldung überprüft ein Kontrolleur, ob die Fläche die Q2 erfüllt. Dies bedeutet, die angemeldete BFF hat botanische Qualität (mindestens 6 Zeigerpflanzen gemäss Liste) und / oder Strukturen. Untenstehend finden Sie die detaillierten Anforderungen für die einzelnen BFF-Typen. Erfüllt eine BFF die Q2, werden die Q1- und die Q2-Beiträge ausbezahlt. Ausnahmen: Bei Reben mit natürlicher Artenvielfalt und den artenreichen Grünflächen im Sömmerungsgebiet gibt es einzig den Q2-Beitrag.

Weitere Merkblätter finden Sie unter Formulare & Merkblätter Biodiversität.