Subventionen für Bauvorhaben auf neue Bedürfnisse ausgerichtet

23.01.2019 - Mitteilung

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Angesichts knapperer Finanzen sollen die Subventionen dorthin fliessen, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Während der Bedarf nach Zuschüssen für Bauten im Talgebiet und für Wohnbauten seit Jahren rückläufig ist entsteht andernorts neuer Bedarf.

Subventionen für Bauvorhaben in der Talzone haben in den
letzten Jahren laufend an Bedeutung verloren. Die Zahl der Subventionsgesuche ist massiv zurückgegangen. Und bei denjenigen Bauvorhaben, die noch subventioniert wurden, ist der Anteil der Subventionen an den Baukosten massiv geschrumpft. Angesichts der Kürzung des Budgets im Rahmen der vom Kantonsrat geforderten Sparmassnahmen hat das Amt für Landschaft und Natur entschieden, die vorhandenen Mittel auf die heute wichtigsten und notwendigsten Strukturverbesserungsmassnahmen zu fokussieren. Nachdem der Bund schon seit mehr als zehn Jahren für Bauvorhaben in der Talzone keine Beiträge mehr ausrichtet, zieht der Kanton Zürich darum jetzt nach und verzichtet künftig ebenfalls auf die Subventionierung von Stallbauten in der Talzone.

Wohnbauten sind heute auch im Berggebiet in gutem Zustand
Auch im Berggebiet haben sich in den letzten Jahren die Wohnverhältnisse auf den Landwirtschaftsbetrieben deutlich verbessert. Noch nötige Investitionen in Wohngebäude können heute erfahrungsgemäss aus den Betriebserträgen finanziert werden. Der Bund beabsichtigt denn auch im Rahmen von AP 22+, auf die Unterstützung von Wohnbauten mit Investitionskrediten künftig zu verzichten. Der Kanton Zürich schliesst sich dieser Massnahme an und subventioniert ab diesem Jahr keine Wohnbauvorhaben mehr mit landwirtschaftlichen Geldern.

Investitionen in Ökonomiegebäude im Berggebiet sowie ökologische Massnahmen sind heute am gefragtesten
Die vorhandenen Mittel sollen dorthin fliessen, wo sie am dringendsten benötigt werden, nämlich in die strukturschwächeren Gebiete der Hügel- und Bergzone und dort für die betriebsrelevanten Ökonomiegebäude. Zudem besteht bei vielen Betrieben im ganzen Kantonsgebiet der Bedarf nach Unterstützung von bauliche Massnahmen, welche den Anliegen des Gewässerschutzes und der Verminderung der Ammoniakemissionen dienen. Sie sollen vermehrt subventioniert werden. So etwa der Bau und die Abdeckung von Jauchegruben, die Erstellung von Waschplätzen oder die Einrichtung von ammoniakreduzierenden Massnahmen in Ställen.

Keine Härtefälle
Das Amt für Landschaft und Natur ist bestrebt, Härtefälle zu vermeiden. Bereits zugesicherte oder auch mündlich in Aussicht gestellte Subventionen richten das ALN deshalb noch aus. Sollten die Subventionsumlagerungen zu Engpässen führen werden Wartelisten erstellt.

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