Trockenheit 2018

03.08.2018 - Mitteilung

Zurück zu Mitteilungen

Die Trockenheit wird immer mehr zu einem Problem für die Landwirtschaft. Aus diesem Grund hat sich das Amt für Landschaft und Natur für folgende Ausnahmeregelungen entschieden. Diese Regelungen gelten für das Jahr 2018.

 

Trockenheit 2018

Die Trockenheit wird immer mehr zu einem Problem für die Landwirtschaft. Die Situation ist noch als gravierender zu beurteilen als im Jahr 2015.

Die Erträge der Wiesen und der herbstgeernteten Ackerkulturen wie Zuckerrüben, Kartoffeln, Silo- und Körnermais werden vielerorts massiv tiefer ausfallen als in durchschnittlichen Jahren. Viele Betriebe werden zusätzlich Futter für Ihre Tiere zukaufen müssen oder haben dies schon getan. Betriebe, die in durchschnittlichen Jahren Futter verkaufen, werden 2018 deutlich weniger verkaufen können.

Aus diesem Grund hat sich das Amt für Landschaft und Natur für folgende Ausnahmeregelungen entschieden. Diese Regelungen gelten für das Jahr 2018.
 

Suisse Bilanz 2018
Bei der Planung der Düngung wurden durchschnittliche Erträge der Kulturen angenommen. Diese werden jetzt aber nicht erreicht. Tiefere Erträge haben zur Folge, dass der gesamtbetriebliche Nährstoffhaushalt nicht mehr ausgeglichen ist. Es gelten deshalb folgende Regelungen:

  • Für die Berechnung der Suisse Bilanz 2018 werden maximal die Erträge aus der definitiven Suisse Bilanz 2017 als Referenzwert eingesetzt;
  • Die Grundfutterzu- und verkäufe müssen lückenlos belegt werden. 
     

RAUS 2018
Der Auslauf auf die Weide kann durch Auslauf in den Laufhof ersetzt werden. Insgesamt müssen jedoch weiterhin die mindestens 26 Tage pro Monat Auslauf erfüllt sein. Die Tage im Laufhof müssen im Auslaufjournal eingetragen und mit <Futtermangel> begründet werden. Diese Regelung gilt vorerst bis Ende September 2018 und wird je nach Witterungsverlauf dann wieder neu beurteilt.
 

Sömmerung 2018
Die Trockenheit macht sich zunehmend im Sömmerungsgebiet bemerkbar. Wird der Mindesttierbesatz aufgrund des Futtermangels nicht erreicht, kann beim Kanton höhere Gewalt geltend gemacht werden. Voraussetzung ist, dass die Alp regelmässig zwischen 90 und 110% bestossen wurde und in der aktuellen Alpsaison mit einem vergleichbaren Tierbestand geplant und begonnen wurde. Für <höhere Gewalt> im Sömmerungsgebiet ist eine Meldung an die Abteilung Landwirtschaft erforderlich: Direktzahlungen@bd.zh.ch.
 

ÖLN-Kontrolle 2019
Kann anlässlich der Kontrolle 2019 aufgezeigt werden, dass bei der Nichterfüllung der Auflagen für die Suisse Bilanz 2018, das RAUS-Programm 2018 und die Sömmerung 2018 die Trockenheit alleinige Ursache war, wird der Kanton auf die Kürzung resp. Verweigerung von Beiträgen verzichten.
 

Futtermittelbörse ein Angebot des ZBV
Der ZBV hat eine Futtermittelbörse (Heu, Silage, Mais, Weideplätze und Stroh) online geschaltet, welche Angebot und Nachfrage zusammenbringen soll. Damit soll eine innerlandwirtschaftliche Lösung gegen die Futterknappheit gefördert werden.

Über ein Online-Formular können sich sowohl Bauern melden, welche Futtermittel verkaufen können, als auch Bauern welche Futtermittel brauchen. Der ZBV verwaltet die Angebote und vermittelt die entsprechenden Kontaktdaten an Suchende. Es werden keine Informationen öffentlich ersichtlich sein.

Der ZBV bittet alle verkaufenden Bauern, in Rücksichtnahme auf ihre Berufskollegen, keine überhöhten Preise zu fordern!

-> Zum Formular Ich suche

-> Zum Formular Ich biete

Der ZBV ruft Produzenten von Körnermais auf, ihren Mais als Ganzfutterpflanzen zu ernten und damit einen Beitrag zur Bekämpfung der Futterknappheit zu leisten. Überschüssiges Futter kann an Berufskollegen verkauft werden.

Fragen und Rückmeldungen betreffend der Futtermittelbörse sind an Ferdi Hodel, Geschäftsführer Zürcher Bauernverband (hodel@zbv.ch) zu richten.

Zurück zu Mitteilungen