Befristetes Äschenfangverbot auf dem Zürcher Kantonsgebiet

28.09.2018 - Mitteilung

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Der Aeschenbestand im Kanton Zürich wurde im Sommer 2018 durch die hohen Wassertemperaturen in noch unbekanntem Ausmass geschädigt. Im Kanton Zürich gilt deshalb ab 1.10.18 - 30.09.19 ein Fangmoratorium für Äschen.

In der ersten Augusthälfte wurden am Rhein zwischen Schaffhausen und Eglisau über 3 Tonnen tote Fische, hauptsächlich Äschen und teilweise Forellen, aufgefunden und eingesammelt.

Die Vertreterinnen und Vertreter der Fischereifachstellen der Kantone Thurgau, Schaffhausen und Zürich haben anlässlich ihrer Sitzung vom 16. August 2018 die ausserordentliche Lage besprochen und sind in übereinstimmung mit der Kommission zur Rettung der Rheinäsche zum Schluss gelangt, ein vorerst auf ein Jahr beschränktes Fischereiverbot auf Äschen im Rhein zu erlassen.

In der Limmat, der Sihl, der Thur und auf dem zürcherischen Reuss-Abschnitt wurden keine, bzw. nur wenige tote Äschen festgestellt. Angesichts der über Wochen kritischen und während mehreren Tagen für Äschen lethalen Wassertemperaturen ist aber davon auszugehen, dass auch diese Bestände in noch unbekanntem Ausmass geschädigt wurden.

Das Ausmass der Schädigung wird sich erst abschätzen lassen, wenn im Sommer 2019 Bestandeserhebungen (Larvenzählungen) durchgeführt werden können. Zwar ist die Menge der eingesammelten toten Fische kleiner als 2003, doch ist das zu einem grossen Teil darauf zurckzuführen, dass der diesjährige Bestand ebenfalls kleiner war. In dieser Situation hat die Erhaltung der Art absoluten Vorrang vor den Interessen der nachhaltigen fischereilichen Nutzung.
Das Fangmoratorium dauert vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019. Diese Massnahme wurde in Absprache mit den Nachbarkantonen und dem Bund getroffen. Durch das Fangmoratorium erhoffen sich die Fischereifachstellen, dass möglichst viele Laichtiere erhalten bleiben und eine gute Naturverlaichung im Frühling 2019 erreicht wird.      

Verfügung Äschenfangverbot vom 1.10.18 - 30.09.19 

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